Mongolisch-ukrainisch-deutsche Kultur-Rallye

Der Rahmen

An einem interaktiven Kulturlabor nahm Ende 2015 eine Managergruppe aus der Mongolei und der Ukraine teil. Hier konnten die Teilnehmer Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Kulturen sammeln und gemeinsam Handlungsstrategien entwickeln. Um diesen Prozess möglichst anschaulich zu gestalten, wählte die Trainerin Dr. Heike Pfitzner das interaktive Tool der Kultur-Rallye.

Die Regeln

Die Regeln sind ganz einfach. An jedem Tisch spielen die Akteure mit speziell entwickelten Würfeln miteinander, wobei sie Chips gewinnen oder verlieren können. Nach kurzer Zeit zur Einübung darf nicht mehr gesprochen werden. Jetzt wechseln einige Akteure den Tisch und spielen an einem fremden Tisch weiter. Was diese jedoch nicht wissen: Die Regeln an jedem Tisch sind anders. Ohne zu sprechen, müssen sie nun mit der fremden Situation umgehen und entweder neue Regeln lernen oder die eigenen „importieren“. Dieser sanft dosierte Kulturschock wirkt wie ein Augenöffner – um zu verstehen, wie wir uns als Fremde in neuer Umgebung fühlen und was wir brauchen, um uns orientieren zu können.

Die Ergebnisse

Die Reaktion der Teilnehmer auf diesen leichten Kulturschock war sehr breit gefächert. Sie reichte von der Anpassung an die neue Umgebung, um weiterhin erfolgreich zu sein, über die konsequente Beibehaltung der eigenen „kulturellen Regeln“, auch wenn es zu starken Verlusten führte, bis hin zum Import der eigenen Regeln und Übernahme der kulturellen „Vorherrschaft“. Alle Teilnehmer haben erkannt, dass man eine Strategie braucht, um in einer fremden Kultur erfolgreich Geschäfte abschließen zu können. Diese Strategie setzt dann auch eine gewisse Flexibilität im Umgang mit dem eigenen kulturellen Hintergrund bzw. eine Offenheit für Neues voraus.

Mit dieser Erkenntnis haben die Teilnehmer einen weiteren Schritt in Richtung erfolgreicher Geschäfte mit deutschen Unternehmen gemacht. Und waren damit in diesem Bereich tatsächlich sehr erfolgreich.