Gelungenes Feedback: Ergebnisse und Anerkennung am Abschlusstag

Gutes Feedback zu geben ist eine Kunst – das haben auch die 22 ukrainischen Führungskräfte am Abschlusstag ihrer Managerfortbildung in Hamburg gemerkt. Aber auch, wie wichtig die Anerkennung und Wertschätzung ist, die sie dadurch erfahren.

Mit viel Engagement verfolgten die Unternehmer während ihrer Fortbildung im Frühjahr 2018 ihre unternehmerischen Ziele. Die Trainingseinheiten zu verschiedenen Managementmethoden, viele Besuche und Gespräche in deutschen Unternehmen und nicht zuletzt ihre eigene internationale Erfahrung halfen ihnen dabei. Aber auch die Tatsache, dass die Unternehmer ihre Erfahrungen und Kenntnisse mit anderen MP-Teilnehmern bereitwillig teilten und sich gegenseitig unterstützten. Am Abschlusstag präsentierten die ukrainischen Manager ihre Ergebnisse in zwei Gruppen. Die offene Atmosphäre in der Gruppe nutzten sie, um sich gegenseitig ehrliches und konstruktives Feedback über Art, Inhalt und Visualisierung der Präsentation zu geben.

Die drei wichtigsten Resultate der Fortbildung und mögliche zukünftige Auswirkungen auf ihr Unternehmen visualisierten die Manager durch das Bild eines Baumes, dessen Früchte sie ernten:
1. Welche Früchte habe ich bereits geerntet?
2. Welche Früchte sind schon fast reif und können bald geerntet werden?
3. Welche Früchte hängen noch hoch oben am Baum, so dass es noch einiger Anstrengungen bedarf, sie zu ernten?

Was haben die MP-Teilnehmer während des vierwöchigen Programms „geerntet“? Die Ergebnisse reichen von neuem Input in Managementthemen wie Change Management, Personalmanagement oder interkultureller Kommunikation über die Kontaktanbahnung mit deutschen Unternehmen bis hin zum Gewinn von zusätzlichen Freunden aus der Ukraine sowie Geschäftspartnern aus Deutschland. Zurück in der Ukraine beginnt die eigentliche Arbeit: mit der Umsetzung neuer Ideen, in der Managementpraxis und bei Arbeitsprozessen in ihren Unternehmen. Die Intensivierung der Geschäftskontakte mit deutschen Unternehmern ist ein permanenter Prozess und wird entscheidend sein für den weiteren Erfolg. Erste Kontakte haben bereits gefruchtet: So werden die Teilnehmer in Zukunft zum Beispiel deutsche Maschinen für die Kabelindustrie in der Ukraine vertreiben und Gummimatten oder Papierwaren aus der Ukraine nach Deutschland exportieren. Das Selbstbewusstsein und die Zuversicht für die kommenden Aufgaben nehmen die Führungskräfte aus der Fortbildung mit – das zeigte nicht zuletzt der Abschlusstag.

 

Dass die Gruppe in den letzten vier Wochen zusammengewachsen ist und sich gegenseitig vertraut, zeigte sich auch beim krönenden Abschluss – dem ganz persönlichen Feedback. Was sollst Du auf jeden Fall beibehalten? Und was solltest Du vielleicht lieber sein lassen in Zukunft?

Mit ihrer gegenseitigen Anerkennung im Ohr verabschiedeten sich die ukrainischen Führungskräfte mit einem weinenden Auge, aber auch mit einem lachenden – denn den Kontakt untereinander, den wollen sie auf jeden Fall beibehalten.

Von Timo Tekhaus
Akademie International, Hamburg
www.akademie.international